Dienstag, 25. August 2026

AI Pix

 

Schauhöhle bei Gemini.










Farbreduziert










 

 Im falschen Film gelandet?


Was sagt man dazu? Was machen denn Marx, Engels, Liebknecht und Lenin in der Schule von Athen? Was wollen die denn da? Schließlich ist dies eine Versammlung von Philosophen, die nicht gleich die Welt verändern wollten. Ihnen ging es erstmal darum, sich über die Welt klar zu werden. Wie ist sie beschaffen, was ist die Welt und ist sie das, was der Mensch von ihr zu sehen bekommt? 
Lässt man die Sprachbarriere außen vor, so könnte sich da eine interessante Diskussion entwickeln. Da sie sich freilich nie über dem Weg gelaufen sind, müßte man diese schon erfinden. Etwa zum Thema Weltsicht und Weltanschauung um darauf zurückzukommen.
Und so wie man die Welt sieht, macht man daraus auch eine Weltanschauung, oder man lässt es. Die freilich ohnehin von begrenztem Wert wäre, da unsere Sicht auf die Welt ebenso begrenzt ist und sich stetig ändert. Doch erst sollte man den Versuch gemacht haben. Daher auch die Aussage von Humboldt, die gefährlichste Weltanschauung haben diejenigen, die sich die Welt nie angeschaut haben.
Und nach diesem Einschub kann man sich natürlich auch über die vom Menschen geschaffene Welt so seine Gedanken machen. Soll heißen, die Gesellschaftsordnung. Ist sie richtig, wie sie ist? Ist sie unvermeidlich oder kann man dran was ändern? Die Kyniker sprachen sich gegen die Sklaverei aus. Ein revolutionärer Gedanke zu ihrer Zeit. Die Sozialisten die sich teils auf die Philosophen beriefen, sprachen sich gegen die Lohnsklaverei aus. Oder zumindest für bequemere Ketten, wenn schon diese nicht zu ändern wäre. Oder man wollte wenigstens ein Mitspracherecht über ihre Länge. Die Radikalen dagegen wollten die Ketten sofort brechen. Was zunächst nur in Russland klappte. Dummerweise wollte auch da die Partei nicht auf Ketten verzichten. Und damit niemand meckert, mußte eine Inschrift auf die Ketten. Diese Kette ist Volkseigentum. Und schon bekam der Satz aus dem Kommunistischen Manifest, die Arbeiter haben nichts zu verlieren als ihre Ketten, eine neue Bedeutung. Ja wenn die Kette mir gehört, dann muß ich ja drauf achten. Die kann ich ja nicht brechen, sie gehört doch mir. Und damit das auch jeder kapiert, mußten viele Geheimdienstler, Miliz, und Aufpasser drauf achten, daß niemand die volkseigenen Ketten beschädigt.

Was hätte die Versammlung an Denker und Forscher dazu gesagt? Manche wären zu der Überzeugung gelangt, der Mensch ist wohl nicht für die Freiheit geschaffen, denn er will keine. Kaum ist er dem einen Gefängnis entkommen, sucht er sich ein Neues. Andere wären optimistischer und zu dem Schluß gekommen, auch Freiheit will gelernt sein. Der Mensch ist frei geboren, wie einer mal behauptete. Da war man lange Zeit anderer Meinung. Und dann kamen einige auf die Idee, der Mensch darf alles werden, sogar Präsident der frisch unabhängig gewordenen Kolonie. Wenn auch mit kleinen Einschränkungen. Zeitlich begrenzt, und von Gesetzen eingeschränkt. Ja und jeder, aber doch nicht alle. Kleiner aber feiner Unterschied.

Doch darüber machen wir uns Gedanken, wenn es soweit ist. Wenn überhaupt. Schon Marx hatte nur ungenaue Vorstellungen von der neuen Gesellschaft. Dafür verkündete er, das Sein bestimmt das Bewußtsein. Das hätte er hier besser nicht zu laut gesagt. Da hätten sich aber so einige gefunden, die ihm grad mal das Gegenteil bewiesen hätten. Wenn der Mensch über sein Bewußtsein bestimmt, wozu braucht er dann Religion? Zwingen die Götter den Menschen Opfer zu bringen? Wie können sie das, wenn sie sich nie zeigen und sich weigern dem Menschen ihre Existenz zu bezeugen? 
Oder so. Wenn das Sein das Bewußtsein bestimmt, dann doch nur das vom Menschen erfahrene und begriffene Sein. Was wenn es ein Sein gibt, das der menschlichen Wahrnehmung entzogen ist? 
Strahlung ist nicht wahrnehmbar. Trotzdem reagiert der Mensch darauf. Zellen werden beschädigt und müssen entsorgt werden. Das Immunsystem dreht auf. Daher kamen  Menschen schon früher auf die Idee, das hier muß ein besonderer Ort sein. Ein heiliger Ort. Tia, der Geigerzähler war noch nicht erfunden. Daher mußten zumeist Rindviecher oder auch mal Menschen dran glauben. 
Da hat wohl etwas sein Bewußtsein bestimmt, was er weder sehen, riechen noch fühlen konnte.

Oder so? Mutterkorn ist ein halluzinogener Pilz, der Backtemperaturen übersteht. Und so kam es früher gelegentlich zu Ausraster. Betroffene flippten aus, redeten unverständlich und da niemand verstand was da los war, sagte man, die sind besessen. Um sie zu heilen, wurde so einiges an Hokus Pokus ausprobiert um den Teufel zu vertreiben. Da man vom tatsächlichen Sein nichts wußte, führte das zu einen irrealen Bewußtsein. Oder das Bewußtsein wurde von irrealen Vorstellungen bestimmt.
 
Eine Sache noch zum Bewußtsein.Geld. Gehört Geld zum Sein? Spontan würde jeder erstmal sagen, aber sicher. Moment, Geld gibt es nur, weil der Mensch es erfunden hat. Oder welches Tier bezahlt fürs Futter? Was heißt, der Mensch hat das geld mit seinen Bewußtsein erschaffen. Ohne ihm gäbs kein Geld. Tia. 

Und eine Erfahrung nicht zu vergessen, die ungezählte Vertreter der neuen Linken machen durften, als sie auf Parteianweisung in die Betriebe strömten oder vorm Werktor Flyer verteilten. Die Arbeiterklasse empfahl ihnen nach Drüben zu gehen und zeigte sich wenig geneigt, linke Träume zu erfüllen. Vom Bewußtsein als revolutionäre Arbeiterklasse war wenig zu bemerken. In den USA wählte die Arbeiterklasse Nixon, hier demonstrierten sie für Kernkraft und im Hanauer Wiederaufbereitungswerk für ihre Arbeitsplätze. Ganze Generationen Linker frisch aus der Mittelstufe oder dem Gymnasium entlassen, durften erfahren, daß sie bei Marx irgendetwas falsch verstanden haben mußten. Wenn das Sein das Bewußtsein bestimmt, dann ist noch nicht ausgemacht, daß dieses Bewußtsein links sein muß. Jeder verteidigt seine erreichten Vorrechte, auch die Arbeiterklasse. Und auch Linke verteidigen ihren Status, bei aller Solidarität. Wie in Kreuzberg, wo linke Paare den Kiez wechseln, weil sie ihre Kinder nicht auf Kreuzberger Schulen mit Kids aus allen möglichen Kulturen schicken wollen. Weil da die Kids in der Mehrzahl sind, die Türkisch reden und da sollen die was lernen? Solidarität mit den Migranten schön und gut, aber wenn’s um die eigenen Kinder geht …... ja eben.

Doch Marx war auch der Meinung, die Philosophen hätten die Welt nur unterschiedlich interpretiert. Und genau die hätten darauf geantwortet, genau das ist unser Job. Was? Sie auch noch verändern? Ok, aber dann bist Politiker, Heerführer, Warlord oder was du willst, aber kein Philosoph.
Mit Philosophie die Welt verändern? Gründe besser ne Religion, wenn du das willst. Mit philosophischen Denkmodellen ist es etwas schwierig, n Haufen Idioten um sich zu scharen, die bereit wären, dafür zu kämpfen und zu sterben. Da muß man schon in die Trickkiste greifen und ihnen das Paradies auf Erden versprechen, daß sie zur Herrenrasse gehören oder daß da Oben zweiundsiebzig Jungfrauen auf sie warten.

Doch genau mit diesen Irrglauben wollten die Sozialisten ja aufräumen. Und im Gegensatz zu den frühen Philosophen konnten sie bereit auf die Wissenschaft zurückgreifen, die angetreten war, den Menschen von unbegreiflichen Mächten zu befreien. Wir werden für unsere Sünden bestraft? Quatsch. Schau durchs Mikroskop. Das sind die Plagegeister und da lässt sich was gegen machen. 
Der Markt scheint gottgewollt zu sein? Er ist vom Menschen erfunden und Menschen sollten was dran ändern können. Kann man das Marktchaos nicht planen? Doch, man konnte. Nur das Ergebnis war zum Flüchten und Davonrennen.

Auch die befreite Gesellschaft hat so ihre Tücken und warum muß man die befreite Gesellschaft mit Lager und Geheimpolizei schützen? Vor sich selbst? Auch zu dieser Frage würden die Herren hier so einige interessante Denkansätze finden. 

Wie kann ein Paradies eines sein, wenn man einen Sperrzaun drumherum bauen muß? Kann man den Menschen nicht trauen oder sind sie einfach nicht reif dafür? Zwar konnten die Philosophen seinerzeit nur über die Herkunft des Menschen spekulieren und daher waren viele ihrer Thesen auch nur spekulativ. Derzeit wissen wir, wie lange der Mensch mit dem Faustkeil unterwegs war und überleben mußte. Das sitzt bis heute. Aus dieser Zeit stammen viele Verhaltensweisen. Ob Gier, immer auf der Lauer sein, mitnehmen was man kriegen kann oder die Aggression junger Männchen. War damals überlebenswichtig. Mit zunehmender Zivilisation eher störend, aber nicht einfach abzuschaffen.
Da könnten einige Denker sagen, ja woher kommt der Kapitalismus? Warum hat der Reiche nie genug, selbst wenn er seinen Reichtum in diesem Leben nicht mehr versaufen und verfressen kann? Es ist die Furcht vor dem Hunger, der unsere Vorfahren plagte, wenn das Abendessen schneller war, oder soeben den Wohnort gewechselt und ihnen die Kälte zurückgelassen hatte. 

Ein philosophisch interessanter Ansatz. Wenn Instinkte aus grauer Vorzeit uns bestimmen, ohne daß es uns bewußt ist, dann bestimmt ein lange vergangenes Sein unser heutiges Bewußtsein. Man kann daher nicht unbedingt sagen, der Mensch wäre frei. Freiheit ist stets relativ.   
Die Frage wär ja noch zu klären. Warum klappte es nicht, als man gesiegt hatte, die Kapitalisten waren enteignet und man konnte frei gestalten. Warum mußte man die Menschen in dieser befreiten Gesellschaft vor sich selbst schützen? Und ja, die Mehrzahl der Menschen, die dem Kommunismus zum Opfer fielen, waren mitnichten die Ausbeuter und Kapitalisten. Es waren die eigenen Leute. Gewissermaßen die Zielgruppe zu deren Besten das alles sein sollte.

Bleibt noch die Philosophie, die in der DDR zur Staatsphilosophie wurde. 
„Das philosophische Wörterbuch herausgegeben vom VEB Bibliographisches Institut ist das erste seiner Art, das auf marxistisch-leninistischer Grundlage aufbaut.“ 
Damit ist schon alles gesagt. Die Philosophie wurde der Ideologie untergeordnet. 
„Dergestalt wird in ihm gewollt jede Anschauung verworfen, die auf einen „Pluralismus“ des Marxismus, auf eine „Konvergenz“ mit der bürgerlichen Ideologie oder auf die Unabhängigkeit der marxistisch-leninistischen Philosophie vom konkreten Prozeß der Gestaltung der sozialistischen und kommunistischen Gesellschaft unter Führung der Partei der Arbeiterklasse abzielt.“
Damit es auch jeder rafft. Einfach so rumphilosophieren, das kannst im Westen haben, bei uns ist alles dem Marxismus Leninismus und der Partei untergeordnet.
Ja darüber kannst ganze Bände schreiben. Und unsere Vertreter aus dem Neunzehnten Jahrhundert  könnten hier einiges an Anregungen mitnehmen. Warum auch nicht, dieser Ort ist ja nur fiktiv. Diese Versammlung von Denkern hat es ja nie gegeben. Und da Marx, Engels und Co lange nach Raffael lebten, konnte er sie auch nicht ins Bild einfügen. Der nicht, Gemini schon. Doch AI macht sich keine Gedanken. Jedenfalls keine eigenen auch wenn es so aussieht.







Industriearchitektur in Farbe.






Als Farbgraphik