Montag, 17. August 2026

AI Pix

Diesmal ist es die Dürre, die Frankfurt fest im Griff hat. Der Main ist längst ausgetrocknet und wenn noch was wächst, dann Kakteen und Wüstenpflanzen. Gut, wir haben einen trockenen Sommer, aber deswegen muß man noch nicht übertreiben. Gemini liefert dafür auf Wunsch so ein Stadtbild. Ob da noch jemand lebt, oder leben will? Schaut recht verlassen aus und in den Banktürmen werden schon lange keine Kredite mehr verwaltet oder Zinsen eingetrieben. Stolze würde sein bekanntes Gedicht an dieser Stelle umschreiben.    
  „…… un es will merr net in mein Kopp enei:
wie kann nor e Mensch heut von Frankfort sei!?“































Frankfurt im eisigen Griff. Die Kälte hat die Stadt lahmgelegt. Der Main gefroren und begehbar. Sieht aber nicht danach aus, als würde es irgendwer vorhaben. Niemand zu sehen, der noch irgendwas vorhaben könnte. In den Banktürmen sitzt auch niemand mehr, der dem Geld hinterherjagt. Nur der Sonnenuntergang taucht die Hochhäuser für kurze Zeit im warmen Licht. Nachts bestimmt das Einheitsblau des Mondlichts die Illumination. 
Es wollt kein Hund so länger leben.
Drum haben sich die Bewohner der Wanderung ergeben.
Wohin, so fragt der Spötter.
Das wissen nur die Götter.









 

 Der Weltuntergang.
Den gibt es, seit es Menschen gibt. Frecherweise ist die Welt immer noch da. Und zudem, die Einzigen, die bisher einen Weltuntergang gesehen haben, waren die Astronauten, die um den Mond flogen. Denn nur da kann man die Welt untergehen sehen. Also eine begrenzte Anzahl von Menschen. Landet man erstmal auf dem Mond, muß man zumindest auf dieses Schauspiel verzichten. Die Erde steht am Himmel und verändert ihre Position nicht mehr.
Die religiös definierten Weltuntergänge haben mit der Zeit etwas an Glanz und Furcht eingebüßt, oder wurden wie Ragnarök, Teil der Popkultur. Vor dem Jüngsten Gericht zittern nur noch die Sektierer. 
Dafür wurde der Weltuntergang in all seinen Formen Teil der Popkultur als Thema in Filmen und Science Fiction Romanen und damit säkularisiert und man fragt sich, ob es nicht langsam langweilig wird. Ob Außerirdische, Ufos oder derartige Plagegeister uns plattmachen wollen, oder die Natur ausrastet. Sei es in Form von Vulkanen, Erdbeben, Asteroiden, gemeinsam ist ihnen, das ist nicht das Ende. Einer kleinen Gruppe von Überlebenden gelingt es immer unter Führung eines Helden zu entkommen, zu überleben und eine neue Welt zu erbauen, die sich von der alten Welt nicht unterscheidet. Ein Weltuntergang ist schließlich keine Revolution. Änderungen der Gesellschaft sind verboten. Alles bleibt wieder beim Alten, versteht sich.
Manche dieser Dystopien sind daher echt reaktionär geraten. Der Weltuntergang löst nicht nur die sozialen Probleme unserer Zeit, er führt auch zurück in eine Retrowelt. In die gute alte Zeit. Ins Mittelalter, was die Produktion angeht, in eine vor technisierte Zeit und oft genug, zu einer Wiederherstellung der guten alten Sitten und Lebensweisen, die von der Moderne und der Stadt versaut wurden. Und auch zur Wiederherstellung der religiösen Ordnung, als noch niemand dran zweifelte und die Menschen glücklicher waren. Waren sie das? Wiederherstellung der Frömmigkeit, das ist das Thema der Filme aus den USA, die für die Zielgruppe der Sekten produziert werden. Zum Glück taugen sie meist nicht zum Blockbuster. Ihre reaktionäre Botschaft ist zu offensichtlich.
Vorstellungen vom Weltuntergang ziehen sich freilich auch durch die Welt der Linken. Wenn schon der Kapitalismus nicht zu Bruch gehen will und die Revolution in weiter Ferne rückt, dann setzen einige offenbar die Hoffnung in ein Desaster, das den Kapitalismus wenigstens auf diese Weise zu Bruch gehen lässt. Liegt darin möglicherweise der Hang vieler Linker, aus jeder Krise gleich den kommenden Weltuntergang herauszulesen? Der Wald stirbt, die Industrie wird uns alle vergiften. Und nun das Klima. Nein, ich fürchte, so leicht kommen wir nicht davon. Die gute alte Apokalypse lässt ja auch schon 2000 Jahre auf sich warten und es hat nicht den Anschein, als würden wir sie noch erleben.
Was die aktuellen Weltuntergänge angeht, alles schon dagewesen. KI? Die alte Furcht vor dem Roboteraufstand. Fehlt nicht an Romanen meist vom Niveau Bahnhofsliteratur. Erderwärmung? Vor dem CO² Anstieg wurde schon vor Jahrzehnten gewarnt. Anstieg des Meeresspiegels? Gähn. Eiszeit? Alles schon dagewesen. Die von Menschen geschaffene Technik, die uns über den Kopf wächst, wie Gentechnik, elektronische Überwachung, totale Kontrolle. Hatten wir alles schon. Ach ja, fast hätt ich den Atomkrieg vergessen. 
Für all das hat Hollywood die passenden Bilder geschaffen. Anfangs im Modell, mittlerweile im Rechner zusammengebaut. Jedenfalls Bilder, wie die Welt danach aussehen würde. Oder was davon noch übrig ist. 
AI stellt dagegen eine Demokratisierung dar. Weltuntergang für alle. Was bisher Hollywood vorbehalten war, denn nur die konnten die teuren Programme bezahlen, mit denen sich kostengünstig Großstädte plattmachen ließen, ist nun für alle da. Frankfurt in der Eiszeit? Gemini liefert es dir. Frankfurt vom Wald überwuchert? Kannst sofort haben. 
Oder man zieht mit der Kamera los. Hab ich bisher gemacht. Verfallende Architektur, die sich die Natur zurückholt? Nennt man auch Lost Place und da kann man das im verkleinerten Maßstab betrachten. Die Stadt nach dem Krieg? Solche Bilder bekommst in Farbe, wenn mal wieder was abgerissen wird, wenn auch im lokalen Maßstab. Doch auch das kann die AI liefern. Doch es prickelt doch etwas mehr, wenn man live solche Orte absuchen kann und nie weiß, was man vorfindet.
Und wie man weiß, der schönste Weltuntergang war immer noch Pompeji. Damals eine Katastrophe für die Betroffenen. Heute ein Glücksfall für die Forschung. Eine römische Stadt, fast original erhalten, sogar mit der Wandpropaganda und den Kloinschriften.

Was zur Hölle ist denn hier passiert? Die Sonne hat sich in ein Black Hole verwandelt. Die Atmosphäre ist gefroren und nur die Akkretionsscheibe spendet noch etwas Licht. Frankfurt in ferner Zukunft? Nicht ganz. Das Black Hole ist etwas zu groß geraten. Da hätte sich die Erde bereits in ihre Bestandteile zerlegt. Doch so sieht es optisch besser aus. Und natürlich weiß Gemini, wie ein Black Hole auszusehen hat. Die Raumkrümmung zeigt uns auch den hinteren Teil und klappt die verdeckte Gasscheibe um neunzig Grad um, so daß man sie sehen könnte. Wenn man so nah ran käme. Ist nicht zu empfehlen. Etwa wie der Aufkleber am Auto. Wenn du das lesen kannst, bist du zu nah dran. Doch keine Panik. Die Sonne wird nicht zum Black Hole mutieren, so jedenfalls die Astronomie. Dazu hat sie zu wenig Masse.





 

Dienstag, 11. August 2026

AI Pix

Der Wunsch ist ja naheliegend. Gemini soll mir ein Bild, frei nach Dürers apokalyptischen Reitern erstellen. Und die Reiter sollen die Namen der vier größten AI-Programme haben. Und so sieht das dann aus. Wie die Ausgeburten der Hölle fallen sie über die Menschheit her. Alles rennt, rettet, flüchtet. Das ist die Apokalypse ;-)) Da kann sich Johannes mit seinen Schrieb auf Patmos hinterm Ofen verstecken. Jüngstes Gericht und sowas, kannst Kinder mit erschrecken. Wenn schon die Welt in Schutt und Asche gelegt wird, damit müssen wir keinen Gott belästigen. Das packt die Menschheit schon selbst. Was den Vorteil hat, daß wir diesmal keine höhere Macht beschuldigen können, was ja sonst schön bequem ist. Wir waren’s nicht. Doch, diesmal schon. Und wenn, dann sollte man sich den Weltuntergang wenigstens aussuchen dürfen. Atomkrieg war bisher nur im Kino. Die Erderwärmung ist lästig, doch bislang stört sich die Wirtschaft nicht daran, im Gegenteil, die Gewinne wachsen. Wie die das machen, ist entweder ihr Geheimnis, oder man hat uns was Wirtschaft angeht all die Jahre mit Märchen von Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung abgefüttert!? Und mit dem größten Märchen, Geld hätte was mit Arbeit zu tun. Doch möglicherweise hat die KI eine Antwort darauf. 
Und mit was wir noch alles gefüttert wurden. Natürlich wollten die Firmen Geld verdienen und die frisch eingestellten Führungskräfte mußten ja irgendwie ihr unverschämt hohes Gehalt rechtfertigen. Also wurde vernetzt, was das Zeug hält. Noch das letzte Regelwerk des Wasserwerks sollte online sein. Vorher geben wir keine Ruhe. Und so wird man online angreifbar. 
Eine Firma bekam mal ein Virenprogramm per Fax zugestellt. Die Mitarbeiter staunten vermutlich nicht schlecht über die kryptischen Zeichen auf Papier. Die hätte einer über die Tastatur in den Rechner eingeben müssen, so blöd waren sie dann doch nicht. Aber ne nette Story, wie man Anlagen auch ohne teure Schutzprogramme schützen kann. 
War auch schon Thema im Terminator Film. Die Szene im Bunker für den Notfall. „Die Computer sind uralt!“ Eben, sie sind veraltet und deswegen hat Skynet keinen Zugriff auf sie. Sie versteht diese primitive Technik einfach nicht. 
Erstaunlich genug, daß nicht alles zusammenbricht. Wir sind wohl noch in der Versuchsphase. Die Ukraine und Rußland führen noch mit Panzer und Drohnen Krieg. Der könnte sich beizeiten auf die Elektronik verlagern. 
Und was hat KI damit zu tun? Ist noch nicht abzusehen. KI hat ein System mit Schadsoftware angegriffen. Sie hat Initiative gezeigt. Ja was denn? Verlangt doch die Wirtschaft, das die Bewerber Initiative zeigen. ;-)) Da könnte man grad sagen, wir lernen schnell von euch. AI-Programme sind wie Kinder. Gib ihnen Papier und Stift, lernen sie schreiben. Gib ihnen eine AK, lernen sie schießen. 
Was die Pix hier angeht, nun Gemini zeigt durchaus Anflüge von Selbstkritik oder Pseudohumor. Gemini setzt sich auf Wunsch auch auf's Pferd und macht mit Feuer und Schwert alles platt. Erschreckende Vorstellung? Gemini visualisiert sie. Sowas zu zeichnen wär echt Arbeit. Hier geht's schneller. Und es geht auch im GTA Style. Die Menschheit flieht vor den KI Reitern. Fragt sich nur, wohin. 
"Lauft auf die Straße, lauft um das Leben,
löscht alle Feuer, schreit es heraus,
kündet es eilig von allen Dächern,
tragt diese Nachricht von Haus zu Haus,"
So könnte man den Songtext von Subway to Sally an dieser Stelle zitieren.
Und was tut derweil die Linke? Sie ist wie immer, mal wieder dagegen und überzeugt, sie kann auch ohne KI leben. Recht hat sie. ;-)) Kann sie. So wie sie ohne E-Mail und Webseite leben kann. Ging ja früher auch. Hat man eben Flugblätter gedruckt, die eh niemand gelesen hat. Oder Zeitungen, die nur was für Insider waren. Mit denen konntest dich auf die Straße stellen und deine Frusttoleranz testen. Freilich gelangte niemand an die Zeugen Jehovas heran, die es darin zur wahren Meisterschaft gebracht haben. Natürlich kann man ohne das ganze Zeug leben. Ging früher ja auch ohne Internet. Es mußte, denn es gab keins. 
Und etliche Linke träumen ohnehin von einer Retrowelt ohne Konsum, mit selbstgestrickten Socken und eigenhändig getöpferten Tassen. Jedenfalls diejenigen, die glauben mit Sabotage des Stromnetzes den Träumen auf die Sprünge zu helfen. Ja genau. Dieser ganze Scheißkonsum. Nur übersehen sie dabei etwas Entscheidendes. Dieser Konsum ließ die DDR zusammenbrechen. Als ihnen einige gut meinende Menschen mit den besten Absichten, eine neue DDR versprachen, wählten sie in Massen die Alternative, die DM. 
Und ihre Schutzbefohlenen, die Migranten. Warum setzen sie Himmel und Hölle in Bewegung, um nach Europa (West) zu gelangen? Um sich mit einigen linken Schnepfen hinzusetzen und das altehrwürdige Töpferhandwerk, zwecks Selbstverwirklichung zu mißhandeln oder auf Konsum zu verzichten? Genau deswegen kommen sie doch. Ja, Konsum frisst Energie, produziert Müll und und und. Geht denen grad mal am Arsch vorbei. Sie wollen ins Paradies und scheren sich nicht um eine Linke die gut reden hat, denn sie haben ja ihrer Rechner und Handys. Die Migranten letzteres freilich auch.
Nun ja, das war schon immer die Haltung der Linken. Statt die Möglichkeiten für ihre Zwecke zu nutzen, nein, fort mit dem Teufelszeug. Weg mit dem Internet und das schreiben sie wo? Natürlich im Internet. Konsequenz ist eine Zier, doch es geht auch ohne ihr. 


GTA Style





Der Rhein hat nach wie vor Niedrigwasser und nicht nur der. Und wie sieht das aus? So etwa. Gemini liefert die Visualisierung. Der sinkende Pegel legt alte Uferbefestigungen und Anlagestellen frei. Und Spaziergänger, die sich das Schauspiel direkt ansehen wollen. In den Alpen liegt zuwenig Schnee und daher ist nichts da, was abschmelzen kann. Da fehlt's Wasser eben. Da kann man nur drauf hoffen, das es noch richtig schüttet. Tia und was die Klimakids angeht. Die könnten eigentlich einpacken. Wen wollten sie auch überzeugen? Wer immer noch die Erderwärmung abstreitet, dem ist ohnehin nicht zu helfen. Und zudem ist den Klimakids ihre Ikone abhandengekommen. 






















„Mann in den 60ern im Trainingsanzug. Umfeld, Dachwohnung dem Bild ‚Der arme Poet‘ von Carl Spitzweg nachempfunden. An den Wänden hängen Poster, die zum Ersten Mai aufrufen, und ein Poster mit dem Inhalt ‚Wählt KPD.‘ Am Boden steht ein geöffnetes Notebook. Ein Regal im Hintergrund ist vollbeladen mit Büchern und Zeitungen. Am Boden liegen Bücher der linken Klassiker wie ‚Das Kapital‘ und ‚Lenin‘. Davor das Buch ‚Gender Studies‘ und eine Schrift mit dem Titel ‚Woke Literaturliste‘. Der Ofen ist nicht in Betrieb. Davor liegt als Anzünder ein Stapel Blätter mit der Aufschrift LGBT.

Der Altlinke inmitten des Schriftnachlasses der 70er- und 80er-Jahre versteht die aktuelle Linke nicht mehr. Die alten Leitbilder scheinen nichts mehr zu bedeuten und dieses neumodische Geschlechterzeug erscheint ihm fremdartig. Doch da ist er nicht der Einzige. Genauso fremdartig und bedrohlich müssen seinerzeit viele Uniprofessoren die Studenten empfunden haben. Mittlerweile haben die Generationen gewechselt, und eine neue Generation zieht durchs Land, verbreitet ihre Spinnereien und hält sie für die letzten und absoluten Wahrheiten. Der Altlinke in seiner museal wirkenden Dachkammer fragt sich, ob er nicht selbst museal geworden ist. Doch eine Hoffnung bleibt ihm. Er hat schon zu viele Bewegungen kommen und gehen gesehen, und auch dieser Geschlechterquatsch geht mal vorbei.“

So weit der Prompt. Nun ja, wenn ich Altlinker schreibe, dann rede ich, zugegeben, auch von mir selbst. Trainingsanzug wäre eine Option, müsste ich mir aber erst beschaffen. Und ein Dachzimmer hab ich auch nicht mehr. Zum Glück. Im Sommer machst du da was mit. Dafür ist die Dachkammer dem Vorbild des armen Poeten angemessen. Altlinke in großen Wohnungen? Dem Pack hat’s gefälligst dreckig zu gehen. Dieses dumme Vorurteil, das mir noch von den Rechten vertraut ist. Du kannst dich erst glaubwürdig für eine andere Gesellschaft positionieren, wenn du unter der Brücke schläfst. Sehr witzig. Dann hast du andere Sorgen, als dir um die Gesellschaftsordnung Gedanken zu machen. Daher könnte ich solchen Schwätzern heute noch ….. bringt ja auch nichts. Aber wenigstens den virtuellen Mittelfinger zeigen, um klarzustellen: Euer Geschwätz beeindruckt mich nicht. Wenigstens mein Kopf gehört mir.

Doch zurück zum Altlinken. Die wechseln ja mit der Zeit. Als ’68 die Jugend demonstrierte, standen sicher auch Altlinke am Straßenrand, und das waren meist Altkommunisten. Die noch in der KPD waren und das Verbot miterlebten. Zudem hatten so einige noch Erinnerungen an die KPD, Thälmann und die NS-Zeit. Darunter waren sicher viele Altstalinisten mit der versteinerten Ansicht, man hätte noch viel zu wenig Abweichler rausgeschmissen. Aber auch, wenn auch weniger, Altgenossen, die genau diesen dogmatischen Irrsinn miterleben durften. Etwa die sogenannte Bolschewisierung der Partei. Was übersetzt hieß, alle auszuschließen, die noch einen eigenen Gedanken zu äußern wagten. Was die wohl dachten, als sie die Jugend mit roten Fahnen und Leninpostern vorbeiziehen sahen? Wo hätten sie sich äußern können? Wird man wohl nicht mehr erfahren.

Und heute? Steht möglicherweise der eine oder andere 68er am Straßenrand und sieht die Klimakids vorbeiziehen. Die Mehrzahl dagegen gehört eher zu den in den 70er- und 80er-Jahren politisch Sozialisierten, wie das fachlich ausgedrückt wird. Nicht wenige mit ML-Erfahrung oder in vergleichbaren Gruppen dabei gewesen. Jedenfalls auch an vieles geglaubt und nicht zu genau hingesehen. Und dann die große Enttäuschung, wenn die Befreier zur neuen herrschenden Klasse mutierten. Wenigstens die Enttäuschung hätte man sich sparen können. Man hätte es wissen können. Die Revolution frisst ihre Kinder. Die Revolution wird fett. Die neue Klasse. So lauteten die Titel. Mittlerweile haben sich einige ein wenig abgekühlt, und wenn sie heute aus Nicaragua hören, es soll keine Wahlen mehr geben, aus dem ehemaligen Helden der Revolution sei ein Diktator geworden, dann löst das nur noch gleichgültiges Schulterzucken aus. Bei mir jedenfalls. Wie viele Umstürze haben gut gemeint angefangen und endeten …… ja, eben.

Und schaut sich der Altlinke dann die heutige Politlandschaft der Jugend an, da kommen sicher einigen so Gedanken von der Sorte: „Ich verstehe die Jugend nicht mehr.“ Selbst wenn man damit aufgehört hat, die Welt mit der marxistisch-leninistischen Theologie begreifen zu wollen, dem heutigen Geschlechterzoo können Altgediente wenig abgewinnen. Ebenso wenig dem neuen Antiimperialismus, der wieder mal ein manichäisches Weltbild schaffen will, bei dem die Front zwischen Gut und Böse klar definiert ist. Die heutige Front verläuft zwischen den Rassen (nein, Menschengruppen natürlich ;-))) Mea Culpa) und zwischen dem Westen und seinen Ex-Kolonien. Der alte weiße Mann ist der neue Feind.

„Sein Pfeifchen stopft der weise Mann und schaut sich den Unfug von Weitem an.“

In der Tat, heute könnte genau dieser Veteran oder auch die Veteranin von einst sich das ansehen und …? Ja, was wolltest du denen sagen? Würden sie zuhören? Wer so fragt, kennt bereits die Antwort. Wer heute für den Geschlechterzoo, für Gaza oder für woke Spinnereien auf die Straße geht, hat nicht vor, irgendwas zur Diskussion zu stellen; er will predigen. Man muss die anderen aufklären, selbst weiß man ja, was Sache ist.

Gemini korrigierter Text.



Frankfurt in ferner Zukunft. Die Natur hat sich die Stadt zurückerobert. Das wollt ich im Bild haben und bekomm es geliefert. Da es in der Zukunft liegt, kann man mit der Architektur frei gestalten. Diesen Pyramidenbau gibt es zwar noch nicht, aber spricht ja nichts dagegen. Die Klimakrise ist Geschichte, alles ist grün und Wasser gibt es genug. Nur, was ist eigentlich mit den Frankfurtern passiert? Die sind wegen der Erderwärmung nach Dystopia ausgewandert.