Donnerstag, 1. Oktober 2026

AI Pix

Was ich hier haben wollte, war zunächst das Umfeld. Das sollte eine Universitätsbibliothek im Stil der Jahrhundertwende sein. Das ist leicht zu bekommen. An Vorbilder fehlt es ja nicht. Gußeiserne Bögen und schmiedeeiserne Geländer. Doch im Lesesaal sitzen statt der üblichen Besucher Maschinen. Und das hat einen Hintergrund. 
Einige Firmen sind dabei, Bücher zu scannen, um damit ihre Programme zu trainieren. Soweit wäre das kein Problem, doch um Kosten zu sparen, kaufen sie alte Bücher auf, schneiden die Bindung auf. So passen die Seiten in den automatischen Einzug. Die Bücher werden danach geschreddert. Und das erbittert naturgemäß nicht wenige, selbst wenn sie alten Schinken sonst wenig abgewinnen können. 
Bücher vernichten? Macht man nicht. Bücher verbrennen? Tun nur finstere Diktaturen. Und nur um damit AI Programme zu füttern? Da sträuben sich bei vielen die Nackenhaare. Der Vorwurf der Kulturschande ist da nicht weit.
Unabhängig davon findet ohnehin eine natürliche Vernichtung von Schriftgut statt. Es geht um Schriften und Bücher als Massengut. Und ausgelesen landete es ohnehin oft in der Tonne. Mittlerweile gibt es Bücherschränke. Doch wenn Bücher durch Gebrauch irgendwann zerfallen, dann enden sie irgendwann doch in der Wiederverwertung. Was noch keinen Verlust darstellt. Denn es handelt sich hier um billige Massenware, die ohnehin nur für den schnellen Gebrauch bestimmt war. 
Doch was machen die Maschinen im Lesesaal? Wie hier zu sehen, sie lesen. Nun gehen wir davon aus, eine Maschine liest nicht so wie ein Mensch. Sie speichert Texte. Sie kann diese verarbeiten, verknüpfen und einzelne Sätze oder Worte mit einer Geschwindigkeit finden, da kommt kein Mensch mit. Doch versteht die Maschine die Texte? Oder tut sie nur so? Wenn, dann mit erstaunlicher Geschwindigkeit und das kommt uns wie eine überragende Intelligenz vor. Deswegen erscheint uns KI als superschlau. Ist sie das? Wenn ich sie nach Rat für die Übernahme der Weltherrschaft frage, dann bin ich nicht der Erste. Solche Anfragen hatte sie schon in dem Ausmaß, daß sie schon statistisch berechnen kann, diese Frage ist nicht ernst gemeint. Hier erscheint sie als schlau, denn sie weiß, daß die Anfrage nicht so gemeint ist. Doch es erscheint nur so. 
Jedenfalls sieht man die Maschinen, wie sie Bücher lesen. Oder doch nur die Texte scannen? Ja und Menschen haben sich auch noch hier verirrt. So als Kontrast. Und die lesen nicht, sie arbeiten am Rechner. 
Der Lärmpegel dürfte überschaubar sein. Ab und an das Knistern von Papier oder das Surren der Zahnräder. Die Maschinen verhalten sich leise. Wer wollt sich da beschweren? ;-)) Man kennt das ja. Im Lesesaal gibt es immer mal komische Vögel, die Ruhe mit Stille verwechseln. Bei diesen Benutzern hätten sie freilich schlechte Karten. Die sind von so n Geschimpfe nicht zu beeindrucken. Gib a Ruha, auf Kohlenstoffbasis basierende Lebensform. So etwa.
Das antike Erscheinungsbild der Bücherei ist mit Absicht gewählt. Es zeigt gut die vergangene Welt der Schriftkultur. Der vorhergesagte Tod der Bücherkultur ist noch nicht eingetreten, doch langfristig zeichnet sich ein Trend ab. Zeitungen stellen ihre Papierausgabe ein und sind nur noch elektronisch zu lesen. Papierproduktion belastet die Umwelt und verbraucht Energie. Nun wäre noch das Notebook zu erfinden, mit dem man eine Fliege erschlagen kann. Die Welt des Papiers wird zwar nicht völlig verschwinden, doch die Tage der Einwegprodukte sind gezählt. 
Ja und da sitzen die Roboter so harmlos und bienenfleißig und lesen. Scheint so. Was man nicht sieht, ist die KI, die hinter ihnen steht und für die sie arbeiten. Und was macht die mit den Texten? Zusammenfassen, übersetzen und für uns aufbereiten, daß wir sie verstehen können und uns nicht mehr abmühen müssen? Das kommt, denn damit wäre Geld zu verdienen. Doch sie kann auch Texte manipulativ abändern, ohne etwa fälschen zu müssen. Bestimmte Infos werden nach vorne gerückt, unerwünschte Infos weit nach hinten. Macht man bereits in der Werbung. Wer zahlt, erscheint an erster Stelle. Doch auch der politischen Steuerung ist damit Tür und Tor geöffnet. Und da stellt sich die Frage, wem gehört das KI-Programm und was macht der damit?
Ein einfacher Fall. Ein KI-Programm in der Hand von evangelischen Sekten? Die würden zwar nicht gleich das Buch fälschen, doch sie könnten unerwünschte Texte von der KI verschieben lassen, so daß sie nur nach hartnäckiger Nachfrage angezeigt werden. Weil, es gibt da einige Stellen, die mögen sie nicht. 
Das Bild mit der menschlichen Leserin und dem Skelett daneben ist in der Tat gelungen. Passiert, wenn man mehrere Versionen des gleichen Promptes haben will. Der Leser, ein Auslaufmodell, zum Aussterben bestimmt. Und da siehst es.
 

Ruhe bitte.






Fleißige Leser.


Endoskelett

























Screenshot vom Video, mit KI bearbeitet.

Damit s nicht wieder heißt, ich wäre Rassist. 
Oder gerade deswegen. ;-))))

Stromatolithen in Australien. AI work.








Mittwoch, 23. September 2026

AI Pix

 
 "Demonstration in der City. Thema ist Palästina. Jahreszeit Sommer. Junge Linke mit Transparenten auf denen Free Gaza steht, ziehen an einen Altlinken im Alter von 65 vorbei. Dieser schaut mit zweifelndem Gesichtsausdruck auf dieses frei von Zweifeln agierende Jungvolk, die sich einbilden auf der richtigen Seite zu stehen. Dazwischen autoritäre Kommunisten mit roten Fahnen. Er hätte ihnen einiges über Fehler und Dummheiten zu sagen, doch die würden ohnehin nicht zuhören.

Demonstrationsvorbereitung in der City. Ort Frankfurt City. Autonome, oder was sich aktuell dafür hält bereiten eine Demo vor. Alter 16 bis 22. Daneben steht ein Altautonomer aus den Achtziger. Möglicherweise schon 1980 dabei gewesen. Alter um die 60. Steht ziemlich verloren neben dem Jungvolk. Ist das noch seine Welt?"


Soweit der Prompt zu den Bildern.
Das ist eigentlich mein Thema. Und so setzt Gemini es um. Nein, das bin nicht ich. Könnt ich aber sein, doch ganz so verrottet lauf ich meist nicht rum. Überlass ich den Jungen. Das könnte ich auch so ausdrücken. Schnitte in den Jeans? Bei den jungen Mädchen ist das Mode. In meinem Alter zieht man da eher Aufmerksamkeit von der abfälligen Sorte auf sich. Doch was mich auf diese Idee gebracht hat, war ein echtes Erlebnis. Eine irgendwie autonome Demo in der City. Irgendwas zum Thema. Jedenfalls fast nur junge Leut dabei, die 1980 noch nicht auf der Welt waren, als sich Autonome als schwarzer Block erstmalig der mehr oder weniger geneigten Öffentlichkeit präsentierten. Meist war sie weniger geneigt. Und was bekomm ich zu sehen? Ein älterer Zeitgenosse, mit grauem Haar, der da durchläuft, wenn auch nicht allzu lange verweilt. Da kamen mir so die Gedanken. Was suchst du eigentlich hier? Deine Jugend? Schau dich um. Die könnten alle deine Kinder sein. Glaubst, das ist noch deine Welt? Und ja, er begriff recht schnell, hier passt rein, wie ein Rentner in die Skateranlage. Und bevor er noch zur tragischen Figur wurde, machte er sich ab.
Wie es mal hieß, Autonome sind Jugendliche über dreißig. Witzig nicht? Irgendwann wirst zu alt und passt nicht mehr in diese Welt, die sich auch verändert hat. Schon äußerlich. Doch auch inhaltlich hat sich einigen verändert, nicht immer zum Besseren. Oder so. Was sich da an neuen Ideologien breitmacht, erinnert eher an religiösen Wahn, als an emanzipatorischer Politik. Aber natürlich wird das nicht zur Debatte gestellt. Es wird gepredigt. Über die neuen Geschlechter wird nicht diskutiert. Es wird verkündet und geglaubt. Wer dran zweifelt, gehört nicht zu uns. Refugees sind über jeden Zweifel erhaben, der Islam ohnehin. Wer zweifelt, ist Rassist und gehört nicht in unsere Reihen. 
Doch nicht nur neue Spinnereien aus den Staaten machen sich breit. Beim Gazakonflikt sieht man radikale Linke zusammen mit eingewanderten Hamasfans und Moslems demonstrieren. Die Frauen in einem Outfit, so kämen sie im Gaza keine fünfzig Meter weit. Daneben die neuen autoritären Kleingruppen, mit einer aus den siebzigern geretteten ML Ideologie, die manchen Altgedienten an seine Jugendsünden erinnert. Bei diesem Gemisch aus neuen (alten) Antiimperialismus, gepaart mit Antisemitismus und kommunistischer Demokultur wundert man sich schon. Vor allem, wenn daneben Fahnen geschwungen werden, in deren Machtbereich Kommunisten keinen Platz haben. Es erscheint einen weniger wie politischer Protest, eher wie eine Jugendkultur in der bestimmte Zeichen und Symbole der Unterscheidung dienen, wer dazugehört und wer nicht. 
Was soll der Altlinke da machen? Das Gespräch suchen? Die würden genau so reagieren, wie er seinerzeit, als er jung war und dachte, wir wissen, wo es langgeht, wir sind die Zukunft und stehen auf der richtigen Seite. Oder soll er ihnen was von Revolutionsromantik erzählen, mit der viele Linke die „Kämpfenden Völker“ idealisierten und dann auf die Nase fielen, weil die gar nicht dran dachten, linke Träume zu erfüllen. 
Ja und so steht er da, mit skeptischem Blick und fragt sich, was er hier überhaupt will. Dieser Ritter von der traurigen Gestalt stellt natürlich eher eine Karikatur dar, oder eine Minderheit. Allenfalls am Ersten Mai sind sie noch unter sich und könnten sich gegenseitig agitieren. 
Doch es gibt viele von ihnen. Sehr viele sogar. Nur sieht man sie nicht am Rande von Demos der heutigen Junglinken. Was wollten sie da auch? Der radikale linke Durchlauferhitzer war Teil ihrer Jugend, dann wurden sie älter und mußten Geld verdienen.  Oder begriffen, in diesen sektenartigen Kleingruppen verschwenden sie nur unwiederbringliche Lebenszeit. Oder, sie konnten dieser eindimensionalen Ideologie, welche die Vielfalt des Lebens auf wenige Widersprüche verkürzen will,  immer weniger abgewinnen. Mehrere Hunderttausend sollen in der Siebziger bei diversen ML Sekten aktiv gewesen sein. Oder auch weniger? Schwer rauszufinden. Aber man darf schon fragen, wo sind sie abgeblieben? Einige von ihnen produzierten zeitweilig seltsame Seiten im Netz und ließen die alten Symbole, Parolen und die ML-Theologie wiederaufleben. Von diesen verschwand mit der Zeit ein Großteil wieder, vielfach aus biologischen Gründen. Und wer diese Seiten dann besuchte, bekam statt Hammer und Sichel diverse Spiele und Wetten angeboten. Ein unwürdiges Ende.
Wollt ich jetzt wirklich gemein werden, könnt ich den Jungaktivisten vorhersagen, pass nur auf. Eines Tages stehst auch so da und verstehst die Jugend nicht mehr. Deine alten Parolen, Gebote und Verbote interessieren keinen mehr und selbst bist raus aus dieser Welt.




Die Hauptwache ist das nicht. Und eine autonome Jugend gibt es auch nicht, da die Autonomen keine Partei darstellen






Wie sich AI eben das Geschehen so vorstellt.














Kleine Rasterversuche.