![]() |
| Was ich hier haben wollte, war zunächst das Umfeld. Das sollte eine Universitätsbibliothek im Stil der Jahrhundertwende sein. Das ist leicht zu bekommen. An Vorbilder fehlt es ja nicht. Gußeiserne Bögen und schmiedeeiserne Geländer. Doch im Lesesaal sitzen statt der üblichen Besucher Maschinen. Und das hat einen Hintergrund. Einige Firmen sind dabei, Bücher zu scannen, um damit ihre Programme zu trainieren. Soweit wäre das kein Problem, doch um Kosten zu sparen, kaufen sie alte Bücher auf, schneiden die Bindung auf. So passen die Seiten in den automatischen Einzug. Die Bücher werden danach geschreddert. Und das erbittert naturgemäß nicht wenige, selbst wenn sie alten Schinken sonst wenig abgewinnen können. Bücher vernichten? Macht man nicht. Bücher verbrennen? Tun nur finstere Diktaturen. Und nur um damit AI Programme zu füttern? Da sträuben sich bei vielen die Nackenhaare. Der Vorwurf der Kulturschande ist da nicht weit. Unabhängig davon findet ohnehin eine natürliche Vernichtung von Schriftgut statt. Es geht um Schriften und Bücher als Massengut. Und ausgelesen landete es ohnehin oft in der Tonne. Mittlerweile gibt es Bücherschränke. Doch wenn Bücher durch Gebrauch irgendwann zerfallen, dann enden sie irgendwann doch in der Wiederverwertung. Was noch keinen Verlust darstellt. Denn es handelt sich hier um billige Massenware, die ohnehin nur für den schnellen Gebrauch bestimmt war. Doch was machen die Maschinen im Lesesaal? Wie hier zu sehen, sie lesen. Nun gehen wir davon aus, eine Maschine liest nicht so wie ein Mensch. Sie speichert Texte. Sie kann diese verarbeiten, verknüpfen und einzelne Sätze oder Worte mit einer Geschwindigkeit finden, da kommt kein Mensch mit. Doch versteht die Maschine die Texte? Oder tut sie nur so? Wenn, dann mit erstaunlicher Geschwindigkeit und das kommt uns wie eine überragende Intelligenz vor. Deswegen erscheint uns KI als superschlau. Ist sie das? Wenn ich sie nach Rat für die Übernahme der Weltherrschaft frage, dann bin ich nicht der Erste. Solche Anfragen hatte sie schon in dem Ausmaß, daß sie schon statistisch berechnen kann, diese Frage ist nicht ernst gemeint. Hier erscheint sie als schlau, denn sie weiß, daß die Anfrage nicht so gemeint ist. Doch es erscheint nur so. Jedenfalls sieht man die Maschinen, wie sie Bücher lesen. Oder doch nur die Texte scannen? Ja und Menschen haben sich auch noch hier verirrt. So als Kontrast. Und die lesen nicht, sie arbeiten am Rechner. Der Lärmpegel dürfte überschaubar sein. Ab und an das Knistern von Papier oder das Surren der Zahnräder. Die Maschinen verhalten sich leise. Wer wollt sich da beschweren? ;-)) Man kennt das ja. Im Lesesaal gibt es immer mal komische Vögel, die Ruhe mit Stille verwechseln. Bei diesen Benutzern hätten sie freilich schlechte Karten. Die sind von so n Geschimpfe nicht zu beeindrucken. Gib a Ruha, auf Kohlenstoffbasis basierende Lebensform. So etwa. Das antike Erscheinungsbild der Bücherei ist mit Absicht gewählt. Es zeigt gut die vergangene Welt der Schriftkultur. Der vorhergesagte Tod der Bücherkultur ist noch nicht eingetreten, doch langfristig zeichnet sich ein Trend ab. Zeitungen stellen ihre Papierausgabe ein und sind nur noch elektronisch zu lesen. Papierproduktion belastet die Umwelt und verbraucht Energie. Nun wäre noch das Notebook zu erfinden, mit dem man eine Fliege erschlagen kann. Die Welt des Papiers wird zwar nicht völlig verschwinden, doch die Tage der Einwegprodukte sind gezählt. Ja und da sitzen die Roboter so harmlos und bienenfleißig und lesen. Scheint so. Was man nicht sieht, ist die KI, die hinter ihnen steht und für die sie arbeiten. Und was macht die mit den Texten? Zusammenfassen, übersetzen und für uns aufbereiten, daß wir sie verstehen können und uns nicht mehr abmühen müssen? Das kommt, denn damit wäre Geld zu verdienen. Doch sie kann auch Texte manipulativ abändern, ohne etwa fälschen zu müssen. Bestimmte Infos werden nach vorne gerückt, unerwünschte Infos weit nach hinten. Macht man bereits in der Werbung. Wer zahlt, erscheint an erster Stelle. Doch auch der politischen Steuerung ist damit Tür und Tor geöffnet. Und da stellt sich die Frage, wem gehört das KI-Programm und was macht der damit? Ein einfacher Fall. Ein KI-Programm in der Hand von evangelischen Sekten? Die würden zwar nicht gleich das Buch fälschen, doch sie könnten unerwünschte Texte von der KI verschieben lassen, so daß sie nur nach hartnäckiger Nachfrage angezeigt werden. Weil, es gibt da einige Stellen, die mögen sie nicht. Das Bild mit der menschlichen Leserin und dem Skelett daneben ist in der Tat gelungen. Passiert, wenn man mehrere Versionen des gleichen Promptes haben will. Der Leser, ein Auslaufmodell, zum Aussterben bestimmt. Und da siehst es. |
![]() |
| Ruhe bitte. |
![]() |
| Fleißige Leser. |
![]() |
| Endoskelett |
![]() |
| Screenshot vom Video, mit KI bearbeitet. |
![]() |
Damit s nicht wieder heißt, ich wäre Rassist. Oder gerade deswegen. ;-)))) |
![]() |
| Stromatolithen in Australien. AI work. |










































































