Diese Idee mal mit KI ausgeführt. Ein Hinweisschild auf dem Mond für außerirdische Besucher, die mal so reinschneien wollen. So könnt’s aussehen. Und bitte nicht füttern. Derart gutgemeintes Verhalten soll in der Vergangenheit so einige Pandemien auf diesem Planeten ausgelöst haben. Die Bewohner sind eben etwas empfindlich in dieser Beziehung und ihr medizinisches Wissen ist doch mehr als rückständig. Kein Wunder, wenn man eben erst den aufrechten Gang gelernt hat. Doch ansonsten unbedenklich, wie zu lesen. Das vollständige Landemodul auf dem Mond wirft die Frage auf, ob die Mondbesucher der NASA das Schild übersehen haben. Oder verstanden sie kein Deutsch?
Könnt auch sein, daß sie an einen schlechten Scherz dachten und ihren Fund geheim hielten. Denn das hätte die NASA nun ernsthaft in Erklärungsnot gebracht. Verschwörungsfans wären dagegen nicht überrascht. Das Schild hätten sie sicher gesehen, wenn sie denn auf dem Mond gewesen wären. Im Filmstudio haben die Aliens freilich keine Schilder aufgestellt. Ist ja auch nicht ihr Job, diesen Primaten den Arsch nachzutragen.
Größtenteils harmlos. Bitte nicht füttern. Und das mehrsprachig. Ja was will man mehr? Die Redaktion des Anhalters gibt sich alle Mühe ihren Reiseführer auf den neusten Stand zu halten. Wer sich freilich auf ein veraltetes Navi verlässt und statt auf der Erde auf Traal landet, sollte nicht dem Reiseführer die Schuld geben, wenn sich der gefräßige Plapperkäfer nur dann als harmlos erweist, wenn man sich mit dem Handtuch die Augen verbindet. Denn wenn sie ihm nicht sehen können, dann glaubt er, er kann sie auch nicht sehen. Ist eben ein selten blödes Vieh, aber sehr gefräßig. Was, sie wissen nicht wo ihr Handtuch ist? Na dann ist ihnen echt nicht mehr zu helfen. Der Plapperkäfer wird dann sein Mahl mit einen zufriedenen Rülpser beschließen.
‚Größtenteils Harmlos.‘ Ja, steht doch groß genug da. Und mit einen Daumen hoch, der auf den Anhalter verweist. Für die ist der Hinweis ja gedacht. Denn was immer so an Zeug auf dem Mond rumliegt, es könnte zu der irrigen Annahme verleiten, hier herrscht ein reger Pendelverkehr. Was nicht der Fall ist. Hier landen nur selten irdische Raumschiffe und wenn, dann sind sie meist ohne Pilot und nicht rückflugfähig. Folglich hat es wenig Sinn, da mal anzuklopfen und nach einer Mitnahme anzufragen. Was sich auch daran ersehen lässt, daß diese Raumschiffe über keine Tür verfügen durch die ein durchschnittlich gewachsener Anhalter passen würde. Meist gibt es gar keine Tür.
Das Parteibüro einer Trotzkistensekte wie es sie in den 70er bis 80er so gab. Die Gruppe hat sich aufgelöst, gespalten, fraktioniert oder was auch immer. Der Letzte macht das Licht aus, oder übergibt wenigstens die Schlüssel. Oder das Haus war ohnehin für den Abriss bestimmt und konnte vorher noch billig gemietet werden. Gab’s auch. Die Technik, von Schreibmaschine über Wählscheibentelefon bis zur Hektografiermaschine bzw. Matrizendrucker deuten auf 70er Jahre hin. Reste der Parteiliteratur, Zirkulare und Zeitungen wurden zurückgelassen. An der Wand hängen noch die vergessenen Poster. Sowas könnt's gegeben haben. Und das wollte ich als Bild haben. Geminis Algorithmus wurde angeschmissen und lieferte mir derartige Pix. Ein verlassenes Parteibüro in unterschiedlichen Stadien. Vor allem die Hektographiermaschine wurde arg vernachlässigt und müsst mal geputzt werden.
Auf einigen Bilder fällt das Licht der Abendsonne durch’s Fenster und taucht den Raum in Rotfarben. Durchaus symbolträchtig.
Was soll man sonst davon halten? Der Papiernachlass staubt sinnlos vor sich hin. Die Bücher wird keiner mehr lesen und die Zeitungen interessieren auch niemanden mehr. Ein Denkmal sinnlos vertaner Lebenszeit, so könnte man meinen.
Zu ihrer Hochzeit waren die Beteiligten freilich anderer Meinung und davon überzeugt, an einer sinnvollen Sache beteiligt zu sein. Ja, die glaubten ernsthaft, hier wird die Weltrevolution vorbereitet und hier würden sie Geschichte schreiben. Doch meist waren sie damit beschäftigt, die Wahrheit in Papierform zu verbreiten. Tatsächlich schrieben sie nur langweilige unlesbare Texte, mit denen niemand wirklich was anfangen konnte und waren Teil der Welt der K Gruppen und ML Sekten, auch wenn sie sich untereinander hassten und spinnefeind waren. Dies bis hin zu Schlägereien. Auch dann, wenn die Trotzkisten richtige Fragen stellten, auf die Maoisten und Stalinisten keine Antwort hatten. Gab es sogar auch.
Dafür werden bis heute diejenigen, die den Stalinismus kritisieren, als Trotzkisten dargestellt, was sie meist gar nicht sind. Doch die Kommunisten haben so ihr politisches Koordinatensystem und da passt jeder rein, ob s ihm passt oder nicht. Freilich werden solche Stimmen von immer weniger Menschen noch ernst genommen. Ansonsten betätigten sie sich stets als die großen Klugscheißer und Hüter einer Buchreligion. Daher begrenzten sie ihre Aktionen auch auf wenige Demobeteiligungen. Wichtiger war ihnen die Agitation und das Rekrutieren neuer Frischlinge. Und die Abgrenzung und Spaltung in diverse Fraktionen, was bei ihnen zur Ideologie gehört. Bis der Laden irgendwann auseinanderflog. Aus den üblichen Gründen, wie bei dem Rest der Gruppen. Die Beteiligten mit Restverstand verließen den Verein, übrig blieb der harte Kern und Jugendliche ließen sich auch nicht mehr aus diversen Bewegungen abstauben. Dem verbliebenen Rest gingen irgendwann Kraft und vor allem das Geld aus. Der Publikationsapparat wurde verkleinert, schließlich eingestellt und es blieben allenfalls Schulden übrig.
Da blieb nur noch der Entrismus. Rein in die Strukturen wo noch was zu retten sein könnte, um die Ideologie herüberzuretten.
Bis heute sitzen nicht wenige von ihnen in Neugründungen, die sich teils aus dem Nachlass der SED bildeten, treten aber nur selten als Trotzkisten auf. Früher wollten sie Geschichte schreiben, heute schreiben sie Geschichte neu. Zu ihren wichtigsten Tätigkeiten gehört, das Meißeln am Standbild Trotzkis. Na da haben sie was zu tun.
Doch noch im neuen Jahrtausend bildeten sich neue Gruppen, darunter einige mit sektenartigen Strukturen und drangsalierten Jugendliche mit überzogenen Leistungsanforderungen, die an einen Strukturvertrieb erinnerten. Jedenfalls gelang ihnen der Sprung ins Internet und da kam es zeitweilig zu einem Gründungsfieber. Freilich sind viele dieser Seiten auch wieder verschwunden.
In Frankreich dagegen gelang es ihnen viele aus der zerfallenen 68 Bewegung eine neue Heimat zu bieten. Damit wurde der Trotzkismus zu einer der stärksten Kräfte innerhalb der radikalen Linken. Doch auch davon blieb irgendwann nur noch wenig übrig, nachdem Schüler und Studenten älter wurden und arbeiten mußten.
Was die Pix hier angeht, mit entsprechendem Änderungswunsch liefert mir Gemini auch das verlassene Parteibüro einer ML Sekte. Ob KPD oder KPD/ML oder sogar etwas zeitnäher, ein Infoladen der Autonomen darf’s auch sein. Plus der spezifischen Parolen oder Themen. Oder man dehnt es auf jede beliebige Organisation aus.
Wozu das gut sein soll? Gute Frage. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Es ist eine bildästhetische Möglichkeit, einen Sachverhalt eingängig darzustellen. Es ist eben alles vergänglich, wie man so sagt. Vor allem auch die Gruppen, die von Jugendlichen gebildet werden und mit zunehmenden Alter auseinanderfallen.
Erwachsene sind von Ideologien nur schwer zu gewinnen. Es war die Jugend, vor allem die männliche Jugend, die im Nachkriegseuropa und Amerika die alten Ideologien aus dem 19en Jahrhundert reaktivierten. Mit mäßigem Erfolg, dafür mit Feuereifer.
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Es scheint als würden wir mal wieder von der Technik überholt. Und diesmal geht es um Fotos. Fotografieren auf Demos? Das war schon früher problematisch. Und so taten es 68 meist nur die Profis, die davon lebten. Auch in den folgenden Jahren galt die Regel, auf Demos wird nicht fotografiert. Punkt. Wer es tat, mußte mit Ärger und Selbstjustiz rechnen.
Trotzdem gab es stets selbsternannte Szenenfotographen, schon um die Alternativpresse zu versorgen. Und immer wieder Stress, von wegen, mach den Film raus. Doch dann änderte die Verbreitung der Digitalfotografie einiges. Erst recht die neuen Smartphoncams. Nur in der Demowelt kam das nicht so recht an. Dafür tobte nun im Internet der Streit um Bilder, vor allem auf Indymedia. Lasst eure Kameras daheim. So lautete eine Aufforderung, die voll antiquiert wirkte, in einer Zeit, da bald jeder seine Cam einstecken hatte. Wie wolltest das noch kontrollieren oder verhindern? Doch die Debatte ging weiter. Viele lebten noch in der Vergangenheit und die neue Technik war geistig noch nicht bei ihnen angekommen.
So gelangten übers Netz dann die Demopix in die Medien. Gelegentlich mit Tele aus Entfernungen aufgenommen, da bemerkten die Beteiligten gar nichts vom Fotografen. Die konnten dann ihre Pix abliefern, ohne sich exponieren zu müssen.
Doch einige aus der Szene wollten nicht wahrhaben, daß ihnen die Felle davonschwammen oder daß sie die Kontrolle verloren hatten. Oder wenn sie mal wieder das Verbot durchsetzen wollten, dann trafen sie nicht auf Leute, die nervös wurden sondern bekamen sowas zu hören. Was willst? Macht doch jeder. Hier fotografieren hundert Leut. Verzieh dich. So ändern sich die Zeiten.
Doch nun sind wir einen Schritt weiter. Nun bekommen wir Demobilder, da müssen wir gar nicht hingehen. Oder auch Demofotos, von denen wir nur ungenaue Erinnerungen haben. Wir müssen der AI nur sagen, was wir wollen und dürfen zwar keine echten Bilder erwarten, aber doch Bilder, die der Realität nahekommen. Je mehr Beschreibungen wir liefern, desto genauer kann die AI das Bild erstellen. Ob es real ist? Es sieht real aus. Und oft kann nur jemand mit Insiderwissen, etwa wie es vor Ort aussieht, feststellen, das was nicht stimmt.
Aber warum überhaupt Demofotos? Braucht man das heute noch? Gelegentlich schon. Die einen zur Propaganda, die anderen zur Gegenpropaganda. Manches an Losungen würden einige gerne kleinreden oder verschweigen. Andern ist es wichtig genau die zu zeigen. Etwa so, schaut euch an, wer das demonstriert und was sie wirklich wollen. Und das würden einige gerne verhindern und nur das von der Demo zeigen, was ihnen genehm ist. Gerade autoritäre Gruppen würden gerne selbst ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit bestimmen. Wenn sie nur könnten. Und mit AI können sie es. Könnten eher. Noch wären die Ergebnisse etwas zu durchsichtig. Man kann ja schon lange mit Brennweite und Phototricks den Eindruck einer machtvollen Demo erzeugen, selbst wenn der eigene Verein da drinnen nur einen unbedeutenden Teil darstellte. Für Propagandafotos brauchst keine AI, aber mit geht's schneller. Man muß nicht erst den Termin abwarten.
Doch es ist erstmal ungewohnt, Demobilder zu machen, für die man sonst in die Vergangenheit reisen müsste. Ignoriert man einige Fehler und Details, dann sehen sie durchaus echt aus. Braucht man da noch Demofotos? Oder überhaupt Fotos? AI relativiert den photographischen Nachweis. Früher hieß es, erzählen kann man viel. Hast Beweise? In Zukunft könnt es heißen, das sind keine Beweise, das kann ja heut jeder.
Aber was wird dann aus den selbsternannten Aufpassern? Werden die arbeitslos, weil alle ihre Cams haben, aber keiner benutzt sie mehr? Weil man das am Rechner einfacher erledigen kann und choreographisch aus dem optimalen Standort Bilder geliefert bekommt, die man vor Ort so nie machen konnte.
PS: Was wurde eigentlich aus dem Kameramann Arschloch? Schon lange nichts mehr von dem gelesen. Ist er in die wohlverdiente Rente gegangen? Ich frag ja nur.
PS: Mittlerweile sind deie Feinbilder dazugekommen. Rechte Streamer etwa, die extra Leute ablichten, um sie als Linke bloszustellen. Nur zur Vervollständigung.
Siehe auch: Demofotos






















































