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Mittwoch, 23. September 2026

AI Pix

 
 "Demonstration in der City. Thema ist Palästina. Jahreszeit Sommer. Junge Linke mit Transparenten auf denen Free Gaza steht, ziehen an einen Altlinken im Alter von 65 vorbei. Dieser schaut mit zweifelndem Gesichtsausdruck auf dieses frei von Zweifeln agierende Jungvolk, die sich einbilden auf der richtigen Seite zu stehen. Dazwischen autoritäre Kommunisten mit roten Fahnen. Er hätte ihnen einiges über Fehler und Dummheiten zu sagen, doch die würden ohnehin nicht zuhören.

Demonstrationsvorbereitung in der City. Ort Frankfurt City. Autonome, oder was sich aktuell dafür hält bereiten eine Demo vor. Alter 16 bis 22. Daneben steht ein Altautonomer aus den Achtziger. Möglicherweise schon 1980 dabei gewesen. Alter um die 60. Steht ziemlich verloren neben dem Jungvolk. Ist das noch seine Welt?"


Soweit der Prompt zu den Bildern.
Das ist eigentlich mein Thema. Und so setzt Gemini es um. Nein, das bin nicht ich. Könnt ich aber sein, doch ganz so verrottet lauf ich meist nicht rum. Überlass ich den Jungen. Das könnte ich auch so ausdrücken. Schnitte in den Jeans? Bei den jungen Mädchen ist das Mode. In meinem Alter zieht man da eher Aufmerksamkeit von der abfälligen Sorte auf sich. Doch was mich auf diese Idee gebracht hat, war ein echtes Erlebnis. Eine irgendwie autonome Demo in der City. Irgendwas zum Thema. Jedenfalls fast nur junge Leut dabei, die 1980 noch nicht auf der Welt waren, als sich Autonome als schwarzer Block erstmalig der mehr oder weniger geneigten Öffentlichkeit präsentierten. Meist war sie weniger geneigt. Und was bekomm ich zu sehen? Ein älterer Zeitgenosse, mit grauem Haar, der da durchläuft, wenn auch nicht allzu lange verweilt. Da kamen mir so die Gedanken. Was suchst du eigentlich hier? Deine Jugend? Schau dich um. Die könnten alle deine Kinder sein. Glaubst, das ist noch deine Welt? Und ja, er begriff recht schnell, hier passt rein, wie ein Rentner in die Skateranlage. Und bevor er noch zur tragischen Figur wurde, machte er sich ab.
Wie es mal hieß, Autonome sind Jugendliche über dreißig. Witzig nicht? Irgendwann wirst zu alt und passt nicht mehr in diese Welt, die sich auch verändert hat. Schon äußerlich. Doch auch inhaltlich hat sich einigen verändert, nicht immer zum Besseren. Oder so. Was sich da an neuen Ideologien breitmacht, erinnert eher an religiösen Wahn, als an emanzipatorischer Politik. Aber natürlich wird das nicht zur Debatte gestellt. Es wird gepredigt. Über die neuen Geschlechter wird nicht diskutiert. Es wird verkündet und geglaubt. Wer dran zweifelt, gehört nicht zu uns. Refugees sind über jeden Zweifel erhaben, der Islam ohnehin. Wer zweifelt, ist Rassist und gehört nicht in unsere Reihen. 
Doch nicht nur neue Spinnereien aus den Staaten machen sich breit. Beim Gazakonflikt sieht man radikale Linke zusammen mit eingewanderten Hamasfans und Moslems demonstrieren. Die Frauen in einem Outfit, so kämen sie im Gaza keine fünfzig Meter weit. Daneben die neuen autoritären Kleingruppen, mit einer aus den siebzigern geretteten ML Ideologie, die manchen Altgedienten an seine Jugendsünden erinnert. Bei diesem Gemisch aus neuen (alten) Antiimperialismus, gepaart mit Antisemitismus und kommunistischer Demokultur wundert man sich schon. Vor allem, wenn daneben Fahnen geschwungen werden, in deren Machtbereich Kommunisten keinen Platz haben. Es erscheint einen weniger wie politischer Protest, eher wie eine Jugendkultur in der bestimmte Zeichen und Symbole der Unterscheidung dienen, wer dazugehört und wer nicht. 
Was soll der Altlinke da machen? Das Gespräch suchen? Die würden genau so reagieren, wie er seinerzeit, als er jung war und dachte, wir wissen, wo es langgeht, wir sind die Zukunft und stehen auf der richtigen Seite. Oder soll er ihnen was von Revolutionsromantik erzählen, mit der viele Linke die „Kämpfenden Völker“ idealisierten und dann auf die Nase fielen, weil die gar nicht dran dachten, linke Träume zu erfüllen. 
Ja und so steht er da, mit skeptischem Blick und fragt sich, was er hier überhaupt will. Dieser Ritter von der traurigen Gestalt stellt natürlich eher eine Karikatur dar, oder eine Minderheit. Allenfalls am Ersten Mai sind sie noch unter sich und könnten sich gegenseitig agitieren. 
Doch es gibt viele von ihnen. Sehr viele sogar. Nur sieht man sie nicht am Rande von Demos der heutigen Junglinken. Was wollten sie da auch? Der radikale linke Durchlauferhitzer war Teil ihrer Jugend, dann wurden sie älter und mußten Geld verdienen.  Oder begriffen, in diesen sektenartigen Kleingruppen verschwenden sie nur unwiederbringliche Lebenszeit. Oder, sie konnten dieser eindimensionalen Ideologie, welche die Vielfalt des Lebens auf wenige Widersprüche verkürzen will,  immer weniger abgewinnen. Mehrere Hunderttausend sollen in der Siebziger bei diversen ML Sekten aktiv gewesen sein. Oder auch weniger? Schwer rauszufinden. Aber man darf schon fragen, wo sind sie abgeblieben? Einige von ihnen produzierten zeitweilig seltsame Seiten im Netz und ließen die alten Symbole, Parolen und die ML-Theologie wiederaufleben. Von diesen verschwand mit der Zeit ein Großteil wieder, vielfach aus biologischen Gründen. Und wer diese Seiten dann besuchte, bekam statt Hammer und Sichel diverse Spiele und Wetten angeboten. Ein unwürdiges Ende.
Wollt ich jetzt wirklich gemein werden, könnt ich den Jungaktivisten vorhersagen, pass nur auf. Eines Tages stehst auch so da und verstehst die Jugend nicht mehr. Deine alten Parolen, Gebote und Verbote interessieren keinen mehr und selbst bist raus aus dieser Welt.




Die Hauptwache ist das nicht. Und eine autonome Jugend gibt es auch nicht, da die Autonomen keine Partei darstellen






Wie sich AI eben das Geschehen so vorstellt.














Kleine Rasterversuche.






Freitag, 21. August 2026

AI Pix

Die Freiheit führt das Volk an. Das bekannte Bild von Delacroix als Basis für abgewandelte Versionen. Zeitversetzt in den Pariser Mai 68. Für Palitücher ist’s freilich noch etwas früh. Doch da gibt es noch mehr Anachronismen. Fotohandy hatte auch noch niemand. Und Parolen wurden eher gepinselt als gesprüht. Tags gab’s schon mal gar nicht. Man könnt meinen die AI versteht die Zeit nicht.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche. Auf die Barrikaden. Aber ein Gewehr schleppte 68 keiner mit sich herum. Es war ja kein Bürgerkrieg. Und die Trikolore war eher nicht die Fahne der Demonstranten.
Student, Arbeiter, Existentialist alle vereint auf den Barrikaden. Doch irgendwie können sie sich nicht entscheiden, unter welcher Fahne. Die Trikolore oder die Rote Fahne mit Stern. Dafür stimmen die Parolen. Unter dem Pflaster der Strand und Fantasie an die Macht. Der traditionellen KP packte das Grausen. So hatten sie sich die Revolution aber nicht vorgestellt und überhaupt, hatten sie sich von der Revolution längst verabschiedet und waren zu rechten Sozialdemokraten mutiert. 
Und nun geht's in die Neuzeit. Was denn nu los? Die AI probt den Aufstand? Oder sind es die User, die gegen die AI Konzerne auf die Barrikaden steigen? Machen wir AI zu unserer Waffe. Schlagen wir sie mit ihren eigenen Waffen. Erstmal können. Doch AI ist auch nur ein Werkzeug, wenn auch ein eigenwilliges mit dem man sich schnell auf die Finger kloppen kann. Und auf wessen Seite sie steht, ist noch nicht raus. Doch erstmal gibt’s was auf die Nuss. Da muß eben, wie man sieht einiges an Elektronik dran glauben. Unter dem Banner der AI geht's voran. Niemand hält uns auf, ist erst die AI mit uns. Ein netter Traum. Träumen darf man ja noch und AI visualisiert sie.











 

„Die bekannte Karikatur, der Lotse geht von Bord in moderner Form. Der Lotse ist ein Altlinker bekleidet in Trainingsanzug. An der Railing steht statt des Kaisers, eine Frau in Jeans und Tank top mit Palästinensertuch und roter Fahne, was den Widerspruch darstellen soll, daß Frauen in westlicher Kleidung sich mit dem Islam solidarisieren, in deren Machtbereich sie so nicht herumlaufen könnten. Das Bild soll den Generationswechsel darstellen und daß die Altlinken langsam abtreten und ihre Erfahrungen nicht mehr beachtet werden. Damit werden von der neuen Generation auch ihre Fehler wiederholt. Was sich in dem Aufkommen autoritärer Gruppen zeigt, die die alten Ideologien aus den 70ern vertreten. Bild Fotoreal ausführen.“ 
Soweit der Prompt

Wie kann man diese Konfliktlinie darstellen? Nur ein Generationenkonflikt? Oder steckt mehr dahinter? Denn Generationenkonflikt hört sich so verharmlosend banal an. Ja, den hatten wir auch mal. Das legt sich noch. Das gab’s schon immer. 
Also nichts weiter als schon Dagewesenes worüber man sich keine weitergehenden Gedanken machen muß. Wie visualisiert das Gemini? Natürlich mit Vorgaben im Prompt. Und wenn hier die Klimabewegung dargestellt wird, dann steht diese nur stellvertretend für die aktuell aktive Generation. Bereits vor ihnen gab es Linkswende und Co. Oder sonstige Kleingruppen, die ihr Selbstverständnis aus der Vergangenheit bezogen. Nicht zu vergessen die derzeitigen autoritär agierenden Gruppen, in denen es ja nur sektiererisch zugehen kann. Anders wären sie nicht existenzfähig. Was nicht heißt, daß es bei denen die man früher als Undogmatisch bezeichnet hätte, so viel besser zuginge. Auch die sind von Ideologien bestimmt, deren Akzeptanz die Funktion hat, drüber zu entscheiden, ob man dazugehört oder dazugehören darf. Die haben nicht weniger Dogmen als ihr Gegenstück. 
Genau die haben nun das Schiff übernommen, um das mal bildlich auszudrücken. Oder war es nur Gretas Partyboot, der an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbietenden Flotte? Die Verbindung von Kufiya und Klima soll den Widerspruch darstellen. Zum einen eine Bewegung die neu, jung und noch offen ist, aber nun anfängt sich mit dem antiimperialistischen Ballast der Vergangenheit zu belasten und in die alte Falle tappt, die Bürgerkriegsparteien in der dritten Welt zu idealisieren. Aufgrund der eigenen begrenzten Möglichkeiten, sucht man nach mächtigen Verbündeten und schaut nicht so genau hin. Das war die Politik in den 60er und 70ern, als seinerzeit die ‚Kulturrevolution‘ idealisiert wurde und noch einiges mehr.
Und was macht unser Altlinker? Sich resigniert davonschleichen? Was sonst? Die hören ja doch nicht zu. Da kenn ich mich aus. Fünfzig Jahre nach der Blütezeit der ML-Sekten und deren Niedergang, seh ich sie wieder. Am ersten Mai ziehen sie über die Straße. In einem Erscheinungsbild und Gehabe, als wärst grad aus ner Zeitmaschine gestiegen. So kommt das einen linken Veteranen vor. Sind sie echt so hohl, wieder an Lenins Kaderpartei zu glauben und daß man damit erfolgreich was bewegen könnte? Traurigerweise muß man diese Frage wohl mit ja beantworten. 
Und über eines machen sie sich auch keine Gedanken. Wie soll man mit einer autoritär hierarchischen Partei eine freie Gesellschaft schaffen? Daß daraus nur eine Parteidiktatur werden kann, davor hat schon Dostojewski gewarnt.
Zum Glück ist daraus noch keine Massenbewegung geworden und es schaut auch nicht danach aus, als würden sie über ihren Sektenstatus hinauskommen. Doch die Linke, die über sie nicht zu Unrecht erheitert ist, darf auch selbst mal in den Spiegel schauen. Sie pflegt ebenfalls ihre unhinterfragten Dogmen und Vorurteile, die sie für viele Menschen ungenießbar machen. 
Da bleibt dem Altlinken nur, runter von Gretas Partyboot. Da hast nichts zu suchen. Da machst dich allenfalls noch zur Lachnummer. 
Selbst wenn die Gewissheiten und ewigen Wahrheiten der leninistischen Wende nicht bei ihnen angekommen sind, dafür sind es eben die Gewissheiten des Geschlechterzoos und des edlen Wilden. Geschichte wiederholt sich nicht? Irgendwie hat man das alles schon mal erlebt.
Die bekannte Kari von John Tenniel nun Fotorealistisch ausgeführt. Warum die Frau Schulterfrei trägt? Klar, eine Anspielung auf die Palisolidarität weiter Teile der Linken, die auch Teile der Klimakids erfasst hat. Gerade zur wärmeren Jahreszeit sieht man sie in einem Outfit auf den Demos, im Gaza würde jede Frau in der Aufmachung Leben und Gesundheit riskieren. Irgendwie scheint dieser Widerspruch ihnen am Arsch vorbeizugehen. Sich in relativer Freiheit für Unfreiheit zu positionieren, nun wenn man den Verstand auf stand by schaltet und sich so zum nützlichen Idioten (Wird Lenin zugeschrieben, soll aber doch nicht von ihm stammen, hätte aber. Offenbar im Kalten Krieg entstanden) macht. Oder im Bild mit der Hammer/Sichel Fahne. Und rechts die im Kopftuch gewandeten Frauen arabischer Herkunft. Also aus Länder, in denen die Kommunisten als Partei verboten sind und umgebracht werden. Nette Verbündete hast dir gesucht. Dem Altlinken packt das Grausen. So kann ich hier nicht länger hausen.
Eine weitere Version der Symbolbilder. Aktivisten mit Pappschilder. Solidarität mit Palästina  und Antifa Zone. Da passt was nicht so ganz zusammen. Und nicht nur, weil bei Hamas und Hisbollah ‚Mein Kampf‘ als Leitfaden so seine Fans hat. Im weiteren Bild, Hammer/Sichel und Palifahne. Linke und Islamisten harmonisch vereint. Da wo sie die Macht haben, enden Linke am Baukran, wie man sich noch erinnern darf. Und was soll der Linke ihnen erzählen? Daß sie ein manichäisches Weltbild vertreten? Das ihre antikoloniale Ideologie die Welt mal wieder in schwarz weiß sehen lässt? Ja, hatten wir damals auch. War so bequem, wenn man in dieser komplexen Welt wenigstens wußte, wer der Schuldige ist. War bequem, gegen die Amis zu sein und damit konnt man ja nur auf Seiten der Guten stehen, wenn man selbst schon nichts ändern kann. Bis sie in Kambodscha ihr eigenes Volk umbrachten. Kapieren die wovon du redest, oder müssen sie einfach ihre eigenen Dummheiten machen. Wenn ja, dann gebt ihnen eine Spielwiese aber besser keine reale Macht.
Bemerkenswerterweise stellen die Bilder das Grundproblem eindringlicher dar als lange Texte. Auch wenn diese deswegen nicht überflüssig werden, denn nicht alle erklären sich von selbst. Etwas Vorwissen muß man schon voraussetzen.
Karikaturen könne einen Sachverhalt verdichten und so für jeden leicht erkennbar darstellen. Doch sie können ebenso gut für Propaganda mißbraucht werden. Das ist wiederum ein Thema für sich.










Wie ist das zu verstehen? Es gibt noch Hoffnung.

Der kann doch nicht der einzige Idiot 
unter lauter Normalen sein.
 
Die Zukunft.
Die folgenden fünf Bilder zeigen Frankfurt in der Retrofuture. So nennt man die Bilder, die in den fünfziger und sechziger entstanden und zeigen, wie man sich zu der Zeit die Zukunft so vorstellte. Mit Hochhäusern die dem Eiffelturm nachempfunden sind und vielen Überführungsstraßen und natürlich Luftverkehr.
Die darauf folgenden Bilder zeigen Frankfurt, wie sich aktuell die (US) Filmindustrie die Zukunft so vorstellt. Digitaler klar, mit Digitalwerbung und die Häuser wachsen nach wie vor in den Himmel. Und der ist längst Verkehrstechnisch erschlossen. Ohne ein mobiles Gewusel kommt keine Futurecity aus.