Dienstag, 19. Mai 2026

AI Pix

 

Alte Glasplatten von AI in Farbe umgewandelt.












Sechs Versionen des gleichen Themas. Der alte Klassiker unter den Sprüchen. „Wird Zeit daß wir leben. Geh erstmal arbeiten. Für wen denn?“ Gemini macht mehrere Ausführungen und man kann korrigierend eingreifen. So entsteht ein Bild, das dem Original immer näher kommt. Doch es bleibt ein konstruiertes Computerfoto. Könnte so gewesen sein, war aber nicht. Korrigieren muß man den Hintergrund. Zu der Zeit gab es noch keine Tags in Berlin und woher soll Gemini das wissen? Ja woher wohl? Ich dachte, die würde das Internet abscannen. Nur, aus den Informationen die richtigen Schlüsse ziehen, das üben wir noch. Das Internet weiß auch nicht alles. So heißt es zwar, halt ich aber für’n Gerücht. Daran müssen wir halt noch etwas arbeiten, aber auch so sind die Ergebnisse beeindruckend. Einfach, weil sie unseren Wünschen recht nahekommen. 
Und davor haben wir so n Horror? Wird da nicht n Riesenhype drum gemacht? Nein, ich will das nicht kleinreden. KI hat durchaus Fähigkeiten, da fragt man sich schon, wenn das in die falschen Hände gerät. Doch was sind die falschen Hände? Auf jeden Fall eine Frage des Standpunkts und es kommt darauf an, wem man diese Frage stellt.
Ein ukrainischer Soldat der Drohnen steuert, wird diese Frage sicher anders beantworten als ein im letzten Jahrhundert stehengebliebener Linker. 
Also weg damit. Mit dem Teufelswerk wollen wir nichts zu tun haben. Das bekommt man derzeit von vielen Linken reflexartig zu hören, wenn sie sich zum Thema äußern. Sie könnten sich die Luft sparen, denn sie wissen natürlich, daß sie an AI nichts ändern werden. Genauso gut könnten sie verlangen, das Internet abzuschalten. 


Und so äußert sich AI Gemini.

Es ist eines der legendärsten Streetart-Dokumente der Hauptstadt. Der berühmte Graffiti-Dialog an einer Berliner Mauer bringt das Lebensgefühl auf den Punkt: Jemand forderte "Wird Zeit daß wir leben". Darauf antwortete eine andere Person zynisch "Geh erstmal arbeiten" – worauf wiederum der entlarvende Konter folgte: "Für wen denn?"

Dieser urbane Schlagabtausch aus den 1980er Jahren ist weit mehr als nur ein verwitterter Spruch. Er ist der direkte Ausdruck eines tiefen Gefühls der Entfremdung und der Kritik am gesellschaftlichen Leistungsdruck. Die dreiteilige Parole bringt die Perspektive der Straße auf den Punkt:

Wird Zeit daß wir leben: Der Wunsch nach Selbstverwirklichung und echtem Leben jenseits von purem Überleben und Systemzwängen.

Geh erstmal arbeiten: Die typische Reaktion der Leistungsgesellschaft, die nonkonformes Verhalten oder Kritik als Faulheit abtut.

Für wen denn?: Die Kernfrage, die die Sinnfrage der Lohnarbeit in einem als ungerecht oder ausbeuterisch empfundenen System stellt.

PS: Es ist kein Streetart-Dokument, sondern Graffiti, das Ansichten in die Öffentlichkeit bringt, ohne jeden künstlerischen Anspruch. Der Inhalt ist der Sinn der Sache, nicht die Ausführung. Gemini weiß auch nicht alles.








Als Stahlstich





Aufgabenstellung; verrosteter uns überwachsener Panzer im Wald.